Stress mach ich mir ganz alleine

Stress mach ich mir ganz alleine

Hatten sie schon mal dass Gefühl das keiner wertschätzt was sie tun? Sie fühlten sich unglücklich und getrieben? Mir selbst ist dies vor einiger Zeit passiert. Ich habe umstrukturiert. Neue Mitarbeiter eingestellt. Digitale Medien integriert. Ein erfolgreiches Workshop-Programm aufgesetzt und vieles mehr. Die Reaktion darauf war ernüchternd. Es gab keine.

Das hat mich enorm gestresst.

Heute sieht die Situation ganz anders aus. Meine Arbeit wird sichtbar. Die Wertschätzung kommt. Sie kommt vor allem von anderen Führungskräften. Diese möchten gerne das gleiche mit ihrem Team erreichen.

Wie hat sich das Blatt gewendet? Was habe ich daraus gelernt?

Das Blatt wenden

Um aus dem Dilemma herauszukommen haben mir folgende Fragen geholfen:

  1. Für welchen Anteil an meiner Situation bin ich selbst verantwortlich?
  2. Was möchte ich stattdessen haben?
  3. Welche Schritte muss ich gehen um dies zu erreichen?
  4. Steht mir mein eigenes Ego im Weg?
  5. Welches Feedback habe ich bekommen?

Nun, welchen Anteil hatte ich selbst an meiner Situation?

In meinem Fall lag es am Selbstmarketing. Dies was mein Knackpunkt.

These: Wenn ich selbst nicht sichtbar bin und meine Erfolge nicht sichtbar mache, bin nur ich alleine dafür verantwortlich. Niemand anderes.
Ich ertappe mich dabei, eigens verursachte Probleme auf andere Menschen zu projizieren. Ich musste radikal ehrlich sein um die Ursache meines Dilemmas zu ergründen. Ich habe mit mir gerungen, mir gesagt das kann gar nicht sein, bis ich in die Akzeptanz gekommen bin. Dies war der entscheidende Punkt um etwas zu verändern. Mangelhaftes Selbstmarketing zu transformieren.

Im zweiten Schritt habe ich mir überlegt wie meine Wunschsituation aussieht. Wie soll es sein wenn ich in die Arbeit komme? Wie sollen mich die Menschen sehen? Was bedeutet Wertschätzung für mich? Wie soll diese ausgedrückt werden?

Um die entsprechenden Änderungen anzugehen, habe ich mir Feedback eingeholt. Ich habe meine Sichtweise mit der anderer Personen verglichen. Mein Resümee war, meine Arbeit ist Top, mein Selbstmarketing ein Flop.

Nun hieß es Verantwortung übernehmen und loslegen. Dies nenne ich Selbstverantwortung. Mit dem zurückholen der Verantwortung passiert folgendes: Der Stress des Dramas fällt von ihnen ab. Sie kehren zurück auf einen Weg der Entspannung. Sie können alle schlechten Gedanken über sich und andere loslassen. Sie werden merken wie ihre Energie Stück für Stück zurückkehrt.

Das klingt unglaublich? Ja so ist es. Und es wirkt genau so!

Was habe ich habe aus meiner Geschichte gelernt? Genau zu prüfen wohin ich meine Energie lenke. Und das meine Lebensenergie mein kostbarstes Gut ist.

Sie können entscheiden ob sie diese in destruktive Gedanken und Spiele stecken. Alternativ in Selbstmarketing, einen Blog schreiben oder einen tollen Abend mit Freunden beim Grillen verbringen. Die Entscheidung liegt bei ihnen.

Sie und ich können wählen. Es liegt alleine in ihrer Verantwortung. Packen sie ihre Selbstverantwortung und legen sie los. Es ist so einfach wie es klingt.

Wer ihnen dabei hilft? Ihr eigener MUT!

Stress oder Selbstverantwortung?

Innovational Leadership – Business und Biergarten (2)

Innovational Leadership – Business und Biergarten (2)

Bis vor einigen Jahren war Kommunikation für mich ein schwieriges Feld. Ich wusste damals nicht woran es liegt. Zwischen Konflikt, Enttäuschung und Verwunderung dachte ich mir immer wieder: „Es muss doch auch anders gehen.“ Diese Hartnäckigkeit ist wohl etwas ganz Bayrisches. Mein Weg hat mich zu den Kommunikationssperren und Türöffnern geführt.

Wie sich Kommunikationssperren zeigen:

  1. Sie sprechen mit jemanden und können sehen, spüren und hören das die Person komplett blockiert.
  2. Eine Person zieht beleidigt ab.
  3. Nach einem gut gemeinten Ratschlag hat sich ihre Beziehung verschlechtert.

Lassen sie uns einen Blick auf die Türöffner werfen die ihre Kommunikation voranbringen können

Der einfachste Türöffner ist eine Person dazu zu ermutigen mehr zu erzählen. Das hat sich besonders bei Problemen bewährt. Hierfür müssen sie weder nochmals studieren, noch eine besondere Technik beherrschen.

Wählen sie Antworten die keine emotionale Ladung, Wertung oder Richtung beinhalten. Es geht nicht darum jemanden zu seinem Glück zu zwingen. Lassen sie der Person Raum für ihre eigenen Entscheidungen. Sein sie ein emphatischer, aktiver Zuhörer. „A helfende Hand“.

Ziel ist es an der Situation der anderen Person teilzuhaben. Es ist die Aufforderung an mein Gegenüber zu sprechen.

Sie können folgende Erwiderungen benutzen:

  • „Aha.“
  • „Oh.“
  • „Hmhm.“
  • „Interessant, erzähl mir mehr darüber.“
  • „Interessant.“
  • „Schieß los, ich höre.“
  • „Erzähl mir die ganze Geschichte.“
  • „Das scheint etwas zu sein, dass dir sehr wichtig ist.“

Achten sie darauf, dass sie eine neutrale und offene innere Haltung zu ihrem Gegenüber einnehmen.

Probieren sie diese einfache Technik aus und bilden sie sich ihre eigene Meinung über Straßensperren und Türöffner.

Und im Zweifelsfall geben sie ne Maß Bier aus. Probieren sie es mit Innovational Leadership.

Kommunikation mit Teams an unterschiedlichen Orten – Teil 3

 

Kommunikation mit Teams an unterschiedlichen Orten – Teil 3

Ein Kommunikationsplan kann ihnen helfen einen strukturierten Informationsfluss sicherzustellen. Wie stellen sie diesen auf und welche Inhalte sind wichtig?

Kommunikationsplan

Welche Daten enthält ein Kommunikationsplan?

  1. Mit welchen Stakeholdern wollen sie kommunizieren?
  2. Welche Informationen wollen sie transportieren?
  3. Was ist der Grund Ihrer Kommunikation?
  4. In welcher Häufigkeit soll die Kommunikation stattfinden?
  5. Welches Medium bietet sich an?

Ob sie dies in einer Exceltabelle, einem Flipchart oder einer Metaplanwand darstellen bleib Ihnen überlassen.

Überlegen sie sich, wen muss ich über was und aus welchem Grund informieren. Dies wiederholt sich in folgendem Rhythmus. Reflektieren sie welches Medium am besten den Informationsaustausch gewährleistet.

Falls sie sich unschlüssig sind, dann probieren sie es aus. Testen sie Mail, Webex, Face-to-face, etc. Bilden sie sich ihre eigene Meinung.

Hier einige Anhaltspunkte:

 

Beispiel Kommunikationsplan

StakeholderInformationGrundHäufigkeitMedium
     
Organisation
Teambesprechung
AgendaAbstimmungAlle 2
Wochen
Online
Telefon
Mail
ChefAktuellesAustausch1 x
Woche
Persönlich
Abonnenten BlogThema
Digital
Leadership
Selbst-PR1 x
Woche
Blog
Team – einzelnAustausch,
aktuelles,
Feedback
Beziehung-
pflege
1 x
Quartal
Persönlich
Video-
konferenz
InternetseiteProzesse,
Aktuelles
InfoAlle 2
Wochen
Mail

Quelle: DB Akademie, Kommunikation in der digitalen Welt, Friederike von Mirbach

Kommunikation mit Teams an unterschiedlichen Orten – Teil 2

 

Kommunikation mit Teams an unterschiedlichen Orten – Teil 2

Wenn sie, wie ich, ein Team mit unterschiedlichen Standorten führen, stellen sich folgende Fragen:

  1. Wie erhalte ich die Beziehungsebene über die Distanz?
  2. Wie stelle ich einen strukturierten Informationsaustausch sicher?
  3. Was ist dabei wichtig?
  4. Wie gehe ich vor?

In diesem Beitrag beschäftigen wir uns mit den Voraussetzungen für einen strukturierten Informationsaustausch.

 

Stellen sie einen strukturierten Informationsaustausch sicher

  • Legen sie feste Kommunikationszeiten fest – z.B. wöchentliche Austauschformate
  • Stellen sie die Verbindlichkeit dieser Zeiten sicher
  • Führen sie ihre Besprechungen gezielt und effizient durch
  • Achten sie auf eine gute Vor- und Nachbereitung
  • Arbeiten sie mit einer Agenda und/ oder einem Moderator
  • Protokollieren sie die Ergebnisse, Zuständigkeiten und Termine

Gewährleisten sie den Erfolg der Kommunikation

  • Führen sie ihre Besprechungen als Dialog und nicht als Monolog durch
  • Stellen sie Fragen
  • Ermuntern sie ihre Mitarbeiter Fragen zu stellen
  • Fassen sie Ergebnisse zusammen
  • Nennen sie die nächsten Schritt nochmals
  • Halten sie all dies im Protokoll fest
  • Beziehen sie alle relevanten Mitarbeiter ein
  • Verteilen sie das Protokoll

Kommunizieren sie wertschätzend und mit Feingefühl

  • Setzen sie je nach Situation unterschiedliche Kommunikationsmedien ein
  • Führen sie Konfliktgespräche nur persönlich
  • Planen sie sich Vorbereitungszeiten ein
  • Machen sie Probeläufe mit einer Person ihres Vertrauen

 

Was ein Kommunikationsplan ist und wie dieser aussehen kann erfahren sie im dritten Teil.

Wie erhalte ich die Beziehungsebene auf Distanz – finden sie hier.

 

Quelle: DB Akademie, Kommunikation in der digitalen Welt, Friederike von Mirbach

Kommunikation mit Teams an unterschiedlichen Orten – Teil 1

Kommunikation mit Teams an unterschiedlichen Orten – Teil 1

Wenn sie, wie ich, ein Team mit unterschiedlichen Standorten führen, stellen sich über kurz oder lang folgende Fragen:

    Wie erhalte ich die Beziehungsebene über die Distanz?
    Wie stelle ich einen strukturierten Informationsaustausch sicher?
    Was ist dabei wichtig?
    Wie gehe ich vor?

In diesem Beitrag werden wir uns mit dem Erhalt der Beziehungsebene beschäftigen.

Erhalt der Beziehungsebene

  • Bauen sie Vertrauen zu ihren Mitarbeitern auf
    • Bauen sie regelmäßige persönliche Meetings ein 1:1
    • Besuchen sie ihre Mitarbeiter an den verschiedenen Standorten
    • Bieten sie regelmäßige Teamevents mit sozialem Fokus an
    • Alternativ Aktivitäten nach der Arbeitszeit
    • Werden sie sich über die Stärken und Schwächen ihrer Mitarbeiter klar
    • Gewähren sie Freiräume

    Achten sie auf Signale hinsichtlich der Beziehungsqualität

    • Nehmen sie auch schwache Signale ernst
    • Hat ihr Mitarbeiter sein Verhalten geändert?
    • Wird die Kommunikation weniger?
    • Lesen sie zwischen den Zeilen (Bei Emails, digitaler Kommunikation)
    • Holen sie sich Feedback ein
    • Fragen sie ihre Mitarbeiter ob ihre Wahrnehmung richtig ist
    • Erkundigen sie sich nach dem Befinden ihrer Mitarbeiter
    • Einer zu oft als zu wenig

    Achten sie auf wertschätzende Kommunikation

    • Wenn sie sich bei einer Formulierung unsicher sind, reflektieren sie diese
    • Schreiben sie Mails mit Feingefühl
    • Vermeiden sowie zweideutige Formulierungen
    • Verzichten sie auf Reizwörter
    • Stellen sie Rückfragen falls sie etwas nicht verstehen sollten
    • Rufen sie im Zweifelsfall an
    • Denken sie daran, was sie einmal geschrieben haben, lässt sich schlecht zurücknehmen
    • Wählen sie einen wertschätzenden und kollegialen Ton

    Was sie im Teil 2 erfahren

    Wie stelle ich einen strukturierten Informationsaustausch sicher?

    Was ist dabei wichtig und wie gehe ich vor?

    Quelle: DB Akademie, Kommunikation in der digitalen Welt, Friederike von Mirbach

    25 lessons from Steve Jobs

    25 lessons from Steve Jobs

    1. Hör auf darüber zu reden – setze es um – höre auf Entschuldigungen zu suchen

    2. Sei geschäftlich nicht emotional – es führt nur zu schlechten Entscheidungen

    3. Fürchte dich nicht davor harte Entscheidungen zu treffen

    4. Konzentriere dich auf das worin du gut bist – delegiere den Rest

    5. Erschaffe Möglichkeiten – gib dem Kunden Wahlmöglichkeiten

    6. Achte auf Details – der Teufel liegt im Detail

    7. Halte deine neuen Produkte bis zum Start geheim

    8. Bei beruflicher Excellenz gibt es keine Kompromisse

    9. Unterbreche den Prozess um vorwärts zu kommen

    10. Es ist OK ein Arschloch zu sein solange du eine Passion hast

    11. Schreien und Schimpfen resultiert aus dem Ziel die Welt zu verändern

    12. Greife den Prozess an, nicht die Menschen

    13. Vermarkte und erkläre dein Produkt so, als würdest du es Homer Simpson verkaufen

    14. Mache es einfach – erkläre es einfach – einfach für den Kunden

    15. Studiere den Markt um dich herum und andere Firmen

    16. Mach es nicht des Geldes wegen – fokussiere dich auf die Erfahrung und den Weg

    17. Erfolgreich sein ist Spaß pur

    18. Handle – ohne Handlung wird sich nichts verändern

    19. Sei vorausschauend – halte die Augen nach neuen Möglichkeiten offen

    20. Denke voraus – träume groß

    21. Fürchte dich nicht davor Fehler zu machen

    22. Erfinde Dinge neu – mach sie besser

    23. Wenn du noch nie auf ganzer Linie versagt hast, dann wartet der wahre Erfolg noch auf dich

    24. Mach es deinen Kunden leicht – lass sie Spaß haben

    25. Stell sicher, dass alles aus Erfahrung und von Herzen kommt und nicht aus der Theorie und “von der Stange”

    #digitalleadership #strategie #agileteams #empowerment

    Quelle: JT Foxx

    Die ideale Führungskraft

    Gibt es die ideale Führungskraft überhaupt?

    Lassen sie uns diese ideale Person näher betrachten. In unserem Kopf mag ein Bild existieren wie jemand zu sein hat. Vielmehr sind es Stimmen die uns zur Perfektion antreiben, hin zur idealen Person oder Führungskraft.

    Sieht das Bild dieser Person für jeden gleich aus? Nein – das tut es nicht. Hier sind wir schon beim Kernproblem. Es existieren so viele imaginäre ideale Führungskräfte, Männer, Frauen wie es Menschen auf der Welt gibt. Können wir diesen Status je erreichen – auch hier ist die Antwort nein. Wir können uns diesem Bild annähern.


    Aus was haben sich die internen Bilder der idealen Person zusammengesetzt?

    Jeder Mensch macht einzigartige Erfahrungen. Er bekommt Werte von seinem Umfeld vermittelt und entwickelt eigene Werte im laufe seines Lebens. Hinzu kommen eigens gesammelte Informationen. Aus all dem entsteht ein Bild. Da dieses Bild aus Werten der eigenen Person sowie eigens gesammelten Informationen und Erfahrungen besteht, kann es schwierig sein davon abzulassen. Dies ist ganz menschlich, da dieses ideale Bild mit unserer inneren Welt verknüpft ist.

    Zu mehr Spielraum und Offenheit kommen wir indem wir andere Sichtweisen zulassen, sie anhören, aufnehmen und sacken lassen. Je offener wir gegenüber Andersartigkeit und anderen Meinungen werden, desto mehr lösen wir uns vom idealen Bild. Die Folge ist, dass mehr Menschen in unser Bild passen und wir weniger Widerstände und Stress verspüren.

    Streben sie nicht nach Perfektion – sondern nach Offenheit.

    Vertrauen leicht gemacht

    Loslassen und Vertrauen

    Mit der Digitalisierung, Homeoffice und vermehrter räumlicher Distanz zum Team werden die Fähigkeiten vertrauen und loslassen zu können immer wichtiger.

    Von Führungskräften höre ich oft:

      „Mit dem Vertrauen, dass ist so eine Sache.“
      „Kann ich meinen Mitarbeitern wirklich vertrauen in Sachen Homeoffice?“
      „Wie kontrolliere ich diese?“
      „Wie stelle ich meine Ziele sicher?

    Wie kann ich sicherstellen das meine Mitarbeiter im Homeoffice arbeiten und die Ziele erreicht werden?

    Geben sie ihren Mitarbeitern einen Vertrauensvorschuss.

    Klingt das gefährlich und sie sagen – „Ganz klar nein, dass ist mir zu unsicher“. Gut verständlich, wir alle haben schon schlechte Erfahrungen gemacht. Dies ist menschlich und völlig in Ordnung. Falls sie es wagen möchten, haben sich kleine Schritte bewährt. Sie könnten es so versuchen:

    Vertrauen sie ihren Mitmenschen bei bestimmten Sachen. Ein allumfassendes Vertrauen, insbesondere bei Mitarbeitern die sie nicht gut kennen, ist nicht nötig.

    Wenn sie einem Mitarbeiter z.B. hinsichtlich 1 – 2 Tagen Homeoffice vertrauen, können sie sehen wie es sich entwickelt und entsprechend reagieren. Funktioniert es nicht von alleine müssen sie klarere Ziele für die Heimarbeit vereinbaren.


    Vertrauen versus Mißtrauen

    Dem Vertrauen nähern wir uns meist von der anderen Seite, vom Misstrauen her. Uns beschäftigt vielmehr was alles schief gehen könnte und die Horrorszenarien spielen sich vor unserem inneren Auge ab. Darin sind wir wahre Experten.

    Haben sie stattdessen schon einmal darüber nachgedacht was im besten Fall entstehen könnte? Hier liegt verborgenes Potential.



    Fangen sie mit kleinen Schritten an:

    1. Vertrauen sie Menschen bei bestimmten Sachen, bei denen sie sich sicher sind.
    2. Überfordern sie sich nicht selbst mit zu großen Schritten. Sonst werden sie Leichtigkeit und Freude einbüßen.
    3. Falls mal etwas schief läuft: Lassen sie sich nicht von den wenigen unzuverlässigen Menschen abbringen. Glauben sie an ihr Vorhaben.
    4. Machen sie einen weiteren kleinen Schritt Richtung Vertrauen.

    Was bedeutet es wenn sie Menschen vertrauen und ihnen mehr Raum geben z.B. mit Homeoffice. Übersetzt heißt dies, dass sie loslassen. Loslassen kann schmerzhaft sein, Zweifel in ihnen hochbringen und sich ungewohnt anfühlen. Um entspannter durch diesen anfänglichen Prozess zu gehen, kann es hilfreich sein sich mit zwei oder drei anderen Führungskräften zusammenzuschließen. Sie können sich austauschen und über ihre Sorgen und Erfolge reden, sich gegenseitig unterstützen. Nennen sie es einfach ein Support Team, es kann auch aus einem Coach oder Freunden bestehen.



    Reflexionsfragen:

    • Unter welchen Bedingungen können sie mit anderen Menschen vertrauensvoll zusammenarbeiten?
    • Wann haben sie eine Situation / Zeit erlebt, in der es nicht notwendig oder unwichtig war ihre Sichtweise zu verteidigen? Warum mussten sie ihre „Macht“ nicht klarstellen?
    • In welcher Situation trat das Gegenteil ein sodass sie ihre Position klarstellen mussten. Was war anders?
    • Wollen sie wirkliche eine vertrauensvolle Zusammenarbeit? Tragen sie sich gedanklich auf einer Skala von 1 -10 ein.
    • Was können sie selbst konkret dafür tun?

    Selbstverantwortung als Stresskiller

    In Zeiten des digitalen Wandels sind Homeoffice, geteilte Arbeitsplätze und räumliche Distanz im Team ein zunehmender Trend.

    SELBSTVERANTWORTLICHES Arbeiten gewinnt somit an Wichtigkeit. Nicht nur die Führungskraft muss dazu fähig sein sonder das ganze Team.

    Führungskräfte stehen vor der Herausforderung den Kontakt zu Mitarbeitern über digitale Medien zu halten und über Distanz zu führen.

    Vermehrt wird die Frage gestellt, „Wie stelle ich Arbeitsergebnisse sicher?“, „Woher weiß ich das meine Mitarbeiter zuhause wirklich arbeiten?“. Der vermeintliche Kontrollverlust lässt die neue Situation auf den ersten Blick gefährlich wirken.

    Aus meiner Erfahrung sind folgende Dinge für das Gelingen einer Zusammenarbeit auf Distanz wichtig:

    1. Vertrauen
    2. Selbstverantwortung
    3. Kommunikation

    Im heutigen Artikel geht es insbesondere um SELBSTVERANTWORTUNG. Welche Vorteile bringt sie und wie kommen sie mit ihrem Team dort hin.

    Durch selbstverantwortliches Arbeiten erreichen sie folgendes:

    Stabilität der Teamstrukturen

    Effektivität der Arbeitsweise

    ⁃ Drama im Team gehört der Vergangenheit an

    Feedback und Coaching etablieren sich

    Wertschätzung wird gegeben und erhalten

    Potentiale und Stärken entfalten sich

    – Raum für Kreativität und Innovation wird freigesetzt

    geringere Stressanfälligkeit

    Und wie kann ich selbstverantwortliches Arbeiten in meinem Team etablieren?

    Mit SELBSTVERANTWORTUNG kann niemanden mehr die Schuld auf jemand anderen schieben. Man ist SELBST VERANTWORTLICH für die eigenen Ergebnisse.

    NUR Wenn ich SELBST VERANTWORTLICH bin für meine Ergebnisse, dann habe ich die Macht diese zu verändern.

    Wie sie etwas schnell Verändern können lesen sie hier:

    Schnelles Lernen

    Ohne Drama ans Ziel

    Kennen sie folgende Situationen und wären froh wenn sie diese ändern könnten?

    Drama Beispiele:

    • jemand beschwert sich kontinuierlich bei ihnen ohne einen Lösungsvorschlag mitzubringen oder gewillt zu sein daran zu arbeiten
    • „Ich wars nicht“ – es war der andere – Beschuldigungen
    • Rechtfertigungen anstatt von Lösungen
    • Groll gegen sie oder andere
    • Ausreden warum etwas nicht getan wurde
    • Rechthaberei
    • Andere ins Unrecht setzen um zu „gewinnen“
    • Klatsch und Tratsch über andere Menschen

    Was ist der Nutzen aus diesem Verhalten?

    Nutzen aus Drama:

    • Es wird Verantwortung vermieden
    • Die Menschen bringen sich in eine passive Rolle
    • Jemand anderes ist Schuld
    • Mitleid bekommen
    • Aufmerksamkeit bekommen
    • Es ermöglicht die „ich ARMER Geschichte“ zu erzählen
    • Die Person muss nicht in Aktion treten
    • Die Person kann Rache üben

    Unser tägliches Miteinander ist meist ein Wechsel durch die drei strategischen Charaktere TÄTER – RETTER – OPFER.

    Lassen sie uns dies UNBEWUSSTES DRAMA nennen.

    SPIELREGELN:

    1. Ohne Opfer gibt es kein UNBEWUSSTES DRAMA
    2. Das Opfer ist die mächtigste „Rolle“
    3. Ein gutes Opfer kann jeden zum Täter machen
    4. Der Retter bietet Hilfe an um die nicht gebeten wurde
    5. Der Retter zeigt somit Respektlosigkeit gegenüber dem Opfer

    UNBEWUSSTES DRAMA ist weder gut noch schlecht. Es produziert einfach bestimmte Ergebnisse – siehe Drama Beispiele.

    Verantwortung ist der Weg zur Veränderung.

    Wie kommen sie nun zu anderen Ergebnissen?

    1. Selbstbeobachtung – Bemerken sie im ersten Schritt wenn sie teil eines unbewussten Dramas sind
    2. Stoppen sie das Drama – sagen sie z.B. Sie müssen auf die Toilette oder bitten sie darum das Gespräch zu einem anderen Zeitpunkt weiterzuführen
    3. Überlegen sie sich eine neue Handlungsalternative
    4. Tun sie etwas anderes als sonst
    5. Seien sie sanft zu sich sollten sie selbst ins Drama fallen – beginnen sie wieder beim 1. Schritt
  • Lösungsansatz für Beispiel „Beschweren ohne Lösung“

  • Im Fall „Beschweren ohne Lösung“ sagen sie ihrem Mitarbeiter bei ihnen ist „X“ aus dem Gespräch angekommen. Bitten sie ihn mit einem oder mehreren Lösungsvorschlägen wiederzukommen. Vereinbaren sie einen Termin.
  • Alternativ fragen sie ihren Mitarbeiter was er benötigt um das Problem zu lösen oder mit seiner Arbeit weiterzukommen.
  • Lenken sie das Problem in eine konstruktive Bahn um daraus eine Lösung entstehen zu lassen. Lassen sie die Mitarbeiter in ihre Verantwortung kommen. Wenn ihr Mitarbeiter sein Problem erfolgreich mit ihrer Hilfe selbst lösen kann wird er das als einen Erfolg verbuchen. Helfen sie Menschen sich selbst zu helfen. Machen sie ungenutztes Potential verfügbar.
  • (Einführung ins Dramadreieck nach Stephen Karpman und Dr. Eric Berne)