Digital Leadership: Von Mut, Angst und Disruption

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Wenn ich zurückblicke auf die Anfänge des Internets. Und wie schwer ich mich damals getan habe. Und jetzt? Ist es für mich nicht mehr wegzudenken. Digitale Neuerungen kommen in einem zunehmenden Tempo. Neues zu lernen und altes zu verlernen gehören zu meinem Führungsalltag. Wie können wir jedoch noch mithalten in diesen Zeiten. Alles wird schneller. Und wir müssen Unbekanntes  von heute auf morgen meistern. Wenn sie wissen möchten welches Vorgehen sich für mich bewährt hat. Dann sind sie richtig in diesem Artikel.

Wie erreiche ich nun meine Ziele möglichst schnell und effizient? Die Antwort ist mit Disruption.

Disruption beschreibt ein „auf den Markt bringen“ von noch nicht ausgereiften Produkten. Sie testen und verbessern ihre Idee, ihr Produkt oder Dienstleistung on the job. Das heißt während sie oder ihr Kunde das Produkt bereits nutzen. Klingt nach einem Wagnis? Ja und nein.

Sie wagen natürlich etwas Neues. Das wird immer ein Wagnis sein. Auf der anderen Seite ersetzen sie das was ausgedient hat durch neue Produkte. Produkte die sie zusammen mit ihren Kunden bis zur Perfektion weiterentwickelt haben. Das heißt ihr Produkt ist genau auf ihre Kunde abgestimmt. Und löst deren Probleme. Produkte die ganz normal in einer Firma entwickelt wurden erfüllen diese Kriterien oft nicht.

Erinnern sie sich an das Internet. Es startete auch disruptiv. Und nun bewegen wir uns im Zeitalter der Digitalisierung. Internet ist nicht wegzudenken. Auch anfängliche Mängel haben es nicht aufgehalten. Die Idee war zu gut. Genau das gleiche machen sie nun mit ihren neuen Ideen. So verrückt ihre Idee auch erscheinen mag. Agieren sie wie ein Startup. Scheitern sie früh und oft. Und Rappeln sie sich schnell wieder auf um ihre Idee weiterzuverfolgen.

Was nun wenn Ängste aufkommen? Oder sie sagen ich bin von Natur aus keine mutige Person. Ich gebe ihnen eine neue Sichtweise. Eine die mir sehr geholfen hat durch Zeiten des Wandels zu gehen. Ängste sind etwas ganz normales und menschliches. Jedoch wird Angst oft als etwas destruktives gesehen. Somit kann ihre Angst im Schlimmsten Fall in Panik umschlagen. Was sie tun können?

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Ich lade sie zu einem Gedankenexperiment ein. Diesem Experiment liegen zwei Annahmen zugrunde:

Annahme 1: Es ist nicht OK Angst zu fühlen.

In Annahme 1 steckt die Botschaft, dass etwas mit ihnen nicht stimmt wenn Angst in ihnen hochkommt. Angst ist in unserer Gesellschaft ein Synonym für: feige, unzivilisiert, negativ, nicht vertrauenswürdig, unprofessionell. Ich denke diese Annahme ist ihnen wohl bekannt.

Gehen wir zu Annahme 2. Diese besagt Gefühle sind neutrale Energie und Information. Wie hört sich das an? Annahme 2 lässt uns Angst als neutrale Energie sehen. Der Wechsel der Sichtweise ermöglicht ihnen, dass Potential ihrer Angst zu erschließen. Angst hat in Annahme 2 folgende fünf Qualitäten.

  1. Unsere Angst schützt uns.
  2. Hilft uns eine sichere Wahl zu treffen.
  3. Lässt uns kreative Lösungen finden.
  4. Ist innovativ.
  5. Erhöht unsere Aufmerksamkeit.

Probieren sie es aus. Wenn das nächste Mal Angst in ihnen hochkommt, erinnern sie sich daran. Angst ist eine neutrale Energie. Meine Angst schütz mich und hilft mir neue Lösungen zu finden. Fokussieren sie sich auf die Lösung in Annahme 2. Und nicht das Drama in Annahme 1 .

Überraschen sie ihren Chef oder ihr Team mit einer neuen Lösung. Reagieren sie anders als sonst. Nutzen sie ihre Angst um voranzukommen. Sie ist ihr Treibstoff. Surfen sie die Welle.

Für mehr Inspiration schauen sie auf meinem YouTube Channel vorbei oder hören sie meinen Podcast.

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